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in meiner twitter timeline hierrüber gestolpert. dazu fiel mir gerade ein zitat von yogi bhajan ein, über das ich kürzlich gestolpert bin:

“Weißt du, warum es keinen Frieden auf der Erde gibt? Weil die Frau nicht respektiert wird. Wenn er, der von einer Frau geboren wurde, es nicht lernt, eine Frau zu respektieren, wird er nichts lernen. Wenn sich ein Baum von seinen Wurzeln trennt, wie kann er dann leben? Wenn du eine Frau nicht respektierst, verlierst Du die Wurzeln deiner eigenen Inteligenz, deines eigenen Geistes, da die Frau dein Lebensgeist ist.”

Aus: The Gift of Giving Life, Tarn Taran K. Khalsa, S. 20

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2014

Januar
Gleich zum Jahresbeginn aufs Yogaretreat an den Chiemsee gefahren und in einem Hotelzimmer für mich ganz alleine gewohnt. Eine Retro-Wohnzeitschrift in Schweden abonniert und seit Ewigkeiten mal wieder eine Nacht durchgetanzt.

Februar
R. ist gestorben, ich erfahre nur zufällig davon. Zum Geburtstag bekomme ich Blumen aus dem Internet <3

März
Zum ersten Mal bei der Osteopathin gewesen. Danach den restlichen Tag geschlafen. Kurz vor dem großen Bäng noch zum Meditieren und Yoga machen ins Buddhistische Kloster, entspannen kann ich mich da trotzdem nicht.

April
Der große Bäng: 3,5 Wochen Japan. Tokio. Kyoto. Hiroshima. Fukuoka. Kagoshima. Beppu. Osaka. Koyasan. Tokio. Schön und doch so anstrengend. Davor noch The Notwist im Circus Krone.

Mai
Ich ziehe aus und ziehe eine Woche später wieder ein. Ganz Klischeehaft geh ich das erste Mal seit 2 oder 3 Jahren zum Friseur.

Juni
Arbeiten, essen, schlafen. Und eine Trash Metal Hochzeit in Oberbayern.

Juli
Fortbildung Yoga für Schwangere gemacht. Dann ein langes Wochenende beim Yoga im Allgäu, die mitgereiste Freundin fährt früher heim, sehr schade.

August
Einen neuen, winterfesten und bezahlbaren Yogaraum im Glockenbach gefunden. Der Mann reisst sich beim Skaten eine handvoll Bänder am Sprunggelenk. Zwei Wochen Dauereinsatz als Krankenschwester: Ich gebe zum ersten Mal im Leben eine Spritze (!) und werde im Laufe der Zeit richtig gut drin.

September
Fortbildung bei Mark Stephens, er ist super, das Drumrum und die Bussibussi Yogaszene gruselig. G. hat Geburtstag und lädt in den Rosengarten – ich kann es mir nicht verkneifen und bestelle ein echtes Wiener Schnitzel. Aus den Bänderissen wird eine Trombose. Mama hat Geburtstag und ein paar Tage später einen kleinen Schlaganfall. Gott sei dank, nach einer Woche Krankenhaus alles okay, keine bleibenden Schäden.

Oktober
Death from Above 1979 im Feierwerk. Naja. Dann große Aufregung!

November
Übers Wochenende mit P. in Hamburg. Schon lange nicht mehr so harmonisch und stressfrei geurlaubt. Iron & Wine in den wunderschönen Kammerspielen gesehen.

Dezember
Kurz vor Weihnachten noch schnell zum Yoga und Meditieren ins Allgäu, in der zweiten Nacht schneits und am Morgen liegt überall Puderzucker <3 Zum ersten Mal im Leben beim Kardiologen gewesen (hoffentlich auch zum letzten Mal). Während bei uns der Winter ausbricht, gehts über Silvester nach Neapel, die bucklige Verwandschaft hat gerufen. Grande Casino!

2014 in 3 Worten: Hart aber herzlich.

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[Auf der Suche nach mehr Leichtigkeit ist gerade wenig Platz fürs Fotografieren. Die letzten Wochen im Zeitraffer: Immer noch viele Blüten, wenig von mir selbst. Dazu ein Sommer, der keiner war und dank widriger Umstände auch keiner mehr wurde. Jetzt ist der Herbst da, und das Herz verlangt noch immer nach Meeresrauschen. Aber vielleicht hilft ja Zuckerwatte.]

 

 

 

 

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hiroshima

Der erste Eindruck ist eher trist. Alles ist grau, ranzig, industriell. So als hätte jemand die Farben runtergedreht. Nur abends blinkt und blitzt es in Downtown überall. Hier gibt es ganz viele Läden, die mit Ladies und auch Männern werben – was die so genau anbieten, können wir freilich nicht lesen. Aber bei den preisen… vielleicht ja so etwas hier wie bei Schulz in the Box? Der Mann hat gleich mal einen Katalog mitgenommen ;) Heute haben wir ganz klassisch den A-Bomb Dome angeschaut und das Museum. Man kann am Ticketschalter nach einer englischsprachigen Führung fragen – und bekommt keinen Zeitplan, wann die Führungen starten – ne, Überraschung: Man bekommt einen eigenen Führer. Wow! Gratis! Unser Führer war eine kleine Frau mit ganz traurigen Augen , die eine Stunde Zeit hatte, uns durch das Museum zu lotsen und unsere Fragen zu beantworten. Das war echt super. Und ganz schön harter Stoff. Aber auch ein bisschen lustig, weil uns ein paar leute immer ganz unauffällig gefolgt sind. Haha. Machmal lohnt sich blöd drauflosfragen halt einfach doch. Danach gings noch zum Castle, den Namen hab ich schon wieder vergessen. Das war ganz nett, aber inzwischen haben wir schon sowas wie einen Tempel und Shrine overload.

Wir betreiben ja das Sightseeing immer voll unprofessionell. Heisst, wir lassen den Reiseführer schön im Hostel liegen und laufen einfach drauf los. Und meistens entpuppen sich die Sehenswürdigkeiten dann auch als eher unbeeindruckend oder voll mit Touris. (Von wegen “lonely” planet und so) Dafür ist es umso toller, einfach die Gegend auszukundschaften, Leute anzugucken und in den vielen verrückten Läden rumzugucken. Am krassesten sind ja neben den ganzen Pachinko-Höllen die Mangashops mit den quietscherosa ab18 Abteilungen. Hey, sowas wär bei uns verboten. Ich sach nur Kinderpornos und so.

Überhaupt fühlt sich Hiroshima eher zwielichtig an, der erste Ort in Japan an dem ich mich Nachts abseits vom Trubel ein bisschen unwohl gefühlt habe. Aber zur Entschädigung gabs am letzten Tag strahlendes T-Shirtwetter und der Ausflug nach Miyajima war echt wunderschön, obwohl Touristen-Hotspot. Ich liebe Bötchenfahren! Und Rehe! Und Sandstrand!

Nach anderthalb Wochen nonstop unterwegs wirds Zeit, dass wir ein hübsches Plätzchen finden, an dem wir 5-6 Übernachtungen am Stück bleiben. Irgendwas entspanntes, ein kleiner Ort oder ein kleines Städchen, wo nicht so viel Rummel und Blinkiblinki ist und wir uns erholen können. I can haz fussmassage?

Ach und apropos Füße: Warum tragen so viele Japaner zu große Schuhe? Ich staune jeden Tag aufs Neue. Und viele, gerade Mädels, laufen so komisch mit den Füssen nach innen. Hm. Ausserdem ist so gefühlt immer weniger Englisch möglich. Wir müssen jetzt beim Imbissbuden auswählen echt auf die zurückgreifen, die Bildchen oder Plastik im Schaufenster präsentieren. Heute haben wir dann eher zufällig einen Englischen Stadtguide gefunden, so was wie bei uns das inmünchen, oder so. Da waren ganz viele Sachen drin, mit Erklärungen, was es dort gibt und welche Bars, Restaurants etc Englische Karten anbieten und auch, wo man vegetarisch essen kann (!) Yeah. So sind wir dann auch ins Vegan Cafe Shanti gestolpert, gegessen hatten wir leider schon, aber das was ich bei den Tischnachbarn gesehen hab, sah ziemlich gut aus. Das Yogastudio war gleich obendrüber – leider nur mit Japanischen Stunden. Aber die netten Görls haben mir eine Adresse in Tokyo gegeben, mal sehen, vielleicht schaffe ich es da zu einer Englischen Stunde. Und dann noch das absolute kulinarische Highlight: Okonomiyaki. Ein Tipp der Hostelfrau. Im sechsten Stock hat sich eine ganze Okonomiyaki-Farm versteckt, eine Imbissbude neben der nächsten. Und so was von abartig gut. Überhaupt das Essen hier. Die Sandwiches aus den 711 und Lawsons und wie sie alle heissen sind frischer und besser als das was man bei uns daheim oft im Restaurant serviert bekommt. nom.