Tschüssi 2015

Januar
Bei der Verwandschaft in Napoli ins neue Jahr reingerutscht, oder halt, besser: reingebombt. Ein Geböller, dass die Häuser und Fensterscheiben wackeln. Alles Verrückte!

Februar
Auf einem Harmoniumworkshop gewesen und beschlossen, künftig nur noch barfuss über Blumenwiesen zu schweben. Den letzten Yogakurs vor der Babypause unterrichtet und mir einen üblen Mageninfekt eingefangen, genau einen Tag vor meinem Geburtstag. Zum Kotzen. (haha!)

März
In der Hoffnung auf eine schmerzfreie Geburt [sic!] beim Hypnobirthing gewesen. Nunja, die einen nennen es Hypnose, die anderen Tiefenentspannung. Nur dass mich dass Hypnosegeplapper leicht aggressiv macht. Schon recht schwanger auf dem Notwist Konzert gewesen.

April
Für eine neue Agentur gearbeitet, sehr angenehm, und einen Stillkurs besucht. Was man halt nicht alles so macht, wa.

Mai
Besuch bekommen von einem lieben Freund, den ich mit 18 beim Exzesscamping in Cavallino kennengelernt habe. Leider diesmal kein traditionelles Betrinken bis zum Umfallen. Sehr schade. Zum ersten Mal bei einer Neurologin gewesen. Und ich bin hochschwanger bis nach Böblingen gefahren, um mir ein eigenes Harmonium zu kaufen.

Juni
“Und jetzt ist es Zeit, loszulassen.” Ich kann das Geplapper der Hypnobirthing CD nicht mehr hören. Wo bleibt das Baby?

Juli
Das Baby lässt ganze 11 Tage auf sich warten und kommt an einem Sonntag im Juli zur Welt. Schwierige Geburt, Kaiserschnitt, Verlegung auf die Intensivstation in ein anderes Krankenhaus, Hypnobirthing my ass. Nach einer Woche Ausnahmezustand sind wir endlich zu Hause, mir fehlt jedes Zeitgefühl.

August
Im Babyland. Der Mann hat noch den ganzen Monat frei und wir versuchen uns als kleine Familie.

September
Langsam aber sicher holt uns der Alltag ein. Der kann ganz schön einsam sein mit Baby allein daheim. Das erste Seminarwochenende als Mama.

Oktober
Nachts schreibe ich meine Abschlussprüfung für den BDY, Schlaf wird ja eh überbewertet, und gehe nach ein paar Wochen auf dem Zahnfleisch. Das Baby zahnt auch und kann nicht ohne Mama – zur Rückbildung schaffe ich es genau zweimal. Anstrengend.

November
Versuche mich in meiner neuen Rolle zurechtzufinden und gehe zum Mami Baby Yoga und zum Pekip. Mütter sind schon ein komischer Haufen, mit dem ich nicht so recht warm werden will. Baby und Mann zum Schweige- und Meditationsseminar ins Allgäu mitgenommen, wie anstrengend, aber Stempel drauf und gut ists.

Dezember
Das erste Weihnachten zu dritt, ich bestehe auf einen Tannenbaum und freue mich auf leuchtende Babyaugen. Als der Baum steht, guckt das Baby ganz penetrant daran vorbei. Und der Mann fragt, ob wir unsere CD Sammlungen zusammenlegen sollen <3

2015 in 3 Worten: Kompanieführer ruft Rambo!